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Wie viele Jacken braucht ein Schiedsrichter, oder wie persönlich die 4. Liga doch ist.

bm 08.11.2012

Oltner Tagblatt vom 08. November 2012

EBENFALLS NICHT GERADE militärisch genau nahm es der Schiedsrichter der 4.-Liga-Partie zwischen dem FC Schönenwerd-Niedergösgen und den Gästen aus Muhen am vergangenen Freitag. Eine Passkontrolle und das Überprüfen der richtigen Ausrüstung der Spieler hielt der Unparteiische für unnötig – als langjähriger Ausüber seines neutralen Amtes kenne er die Akteure der Vereine auch ohne Passfotos und Spielernummern. Diese Zeit nahm er sich lieber dafür, sich dreischichtig warm einzupacken. Warm anziehen mussten sich auch die Gäste aus Muhen, welche am Ende eine 0:10-Packung bezogen. Der einseitige Spielverlauf liess auch den Herrn mit der Pfeife und den drei Jacken nicht kalt; er zeigte grosses Mit- leid mit den Unterlegenen. Als ein Mu- hener den Schuss des FCSN-Topscorers auf der Torlinie für seinen Goalie mit der Hand abwehrte, blieb ihm zwar nichts anderes übrig, als auf Strafstoss zu entscheiden, die zwingende Rote Karte liess er aber stecken. «Beim Spiel- stand von 7:0 ...», erklärte er sein Fin- gerspitzengefühl. Fair zeigten sich auch die Gastgeber, welche den Penalty verschossen. (MDY, RAW)