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Matchbericht FCSN1: Zengaffinen-Elf entthront den Leader

raw 16.10.2012

Berner und Bärtschi treffen im hitzigen Spitzenkampf

Die Spieler des FCSN staunten nicht schlecht, als sie am Samstag neunzig Minuten vor Beginn des Spitzenkampfes auf dem Längacker in Aarburg ankamen: Die Heimmannschaft war sich bereits mit Passspielchen am Einwärmen. Durch dieses Geplänkel liessen sich die Gäste aus dem Niederamt jedoch nicht beeindrucken. Ab dem Anpfiff des Schiedsrichters staunte nur noch die Heimelf; über die Aggressivität und den Willen, welche Schönenwerd-Niedergösgen, von Coach Patrick Zengaffinen wie immer in der Garderobe (oder besser gesagt Abstellkammer) heiss gemacht, in den Zweikämpfen von Beginn weg an den Tag legte. Es war offensichtlich, dass die Aarburger in den vorangegangenen Spielen der Meisterschaft noch nicht mit einer solchen Gegenwehr konfrontiert worden waren.

Schnellstart der Gäste

Bereits in der siebten Spielminute schlug der Ball das erste Mal hinter dem Schlussmann des Heimteams ein. Aussenverteidiger Raphael Wermelinger bediente Stürmer Roman Berner mit einem weiten Zuspiel hinter die gegnerische Abwehrkette. Die Nummer 11 des FCSN bewies wieder einmal seine Effizienz und verwertete gleich seine erste Chance eiskalt; mit einem gefühlvollen Schuss unter die Latte. Auch in der Folge waren es die Gäste, die auf dem rutschigen Terrain die feinere Klinge führten und das Spielgeschehen in die Hände nahmen. Die Lokalherren fielen vor allem durch Reklamieren und Hadern über die Entscheidungen des Unparteiischen auf. Trotz weiteren Chancen ging es unter den Augen von Nationalspieler Granit Xhaka, der sich unter die Zuschauer gemischt hatte, mit einem 1:0 in die Halbzeit.

Bärtschi mit der Entscheidung

Auch im zweiten Durchgang konnten die Aarburger nur selten unter Beweis stellen, warum sie in dieser Saison bis zu diesem Spiel noch ungeschlagen waren. Die Vorstösse waren grösstenteils harmlos und wurden häufig bereits im Mittelfeld von den kampfstarken Tobias Ramel und Gilles Durand unterbunden. Auch die Abwehrreihe des Auswärtsteams um die Innenverteidiger Topalovic und Kostic hinterliess einen soliden Eindruck. Gefahr entstand vor dem sicheren Rückhalt Patrick Hufschmid nur gelegentlich bei Freistössen um den Strafraum und bei sporadischen Eckbällen. Dennoch war bei diesem knappen Spielstand die Erleichterung bei den Gästen gross, als der spielfreudige Daniel Bärtschi rund eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Flachschuss die Entscheidung herbeiführte. Auch das verzweifelte Anrennen des entthronten Leaders in den Schlussminuten führte zu keiner Änderung des Resultats mehr. Schönenwerd-Niedergösgen konnte mit diesem wichtigen Sieg die Scharte der beiden verlorenen Partien endgültig ausbügeln. In der Tabelle der 4. Liga Gruppe 1 kam es dadurch zum Zusammenschluss der beiden Teams aus Aarburg und dem FCSN. Beeindruckend ist das Torverhältnis der Niederämter: Im Schnitt gelang Zengaffinens Equipe in den acht bisherigen Spielen beinahe sechs Tore, und das Team kassierte nicht einmal einen Gegentreffer pro Partie. Allerdings gab es auch einige Wehrmutstropfen zu bekunden. So mussten Berner und Wermelinger (beide wegen Prellungen) sowie Raoul Hauri (Rücken) das Spielfeld vorzeitig verlassen. Zudem holte sich Roman Hauri, am Samstag einer der besten Akteure auf dem Platz, seine vierte Gelbe Karte und muss am

nächsten Sonntag pausieren. Wieder einmal kommt dem Trainer das breite und ausgeglichene Kader zugute.

Aarburg – Schönenwerd-Niedergösgen 1b 0:2 (0:1)

Tore: 7. Berner 0:1. 75. Bärtschi 0:2.

Schönenwerd-Niedergösgen. Startaufstellung: Patrick Hufschmid; Roman Hauri, Mario Topalovic, Mario Kostic, Raphael Wermelinger; Shui Seljmani, Gilles Durand, Tobias Ramel, Daniel Bärtschi; Roman Berner, Raoul Hauri.

Eingewechselt: Luca De Marco, Octay Celebioglu, Lorenzo Lee, Orlando Luongo. Ersatzgoalie: Marco Ferrara.